Gegenwind im Reichswald

NEIN zu Windkraftanlagen im Reichswald

Den Wald erhalten!


Die Gemeinde Kranenburg und die Stadt Kleve möchten den Bau von Windkraftanlagen im Reichswald ermöglichhen. In Kranenburg ist man dabei, den Flächennutzungsplan für das Gebiet rund um den Kartenspielerweg zu ändern. Hier arbeitet die Gemeinde bereits mit einem Projektierer zusammen. Dieser möchte bis zum Jahr 2017 zwölf Groß-Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 200 m errichten. Kleve entwickelt einen neuen Flächennutzungsplan für das gesamte Stadtgebiet. Dieser neue Plan weißt auch Konzentrationszonen für den Bau von Windkraftanlagen aus. Der Großteil hiervon liegt im Reichswald.

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Kranenburg

Entlang des Kartenspielerwegs direkt an der deutsch-niederländischen Grenze ist ein rund 5 km langes und insgesamt ca. 500 m breites Gebiet für den Bau von 12 Groß-Windkraftanlagen ausgewiesen. Der Zeitplan sieht vor, dass hierfür Ende kommenden Jahres rund 10 ha Wald gerodet werden. Die Vorbereitungen hierfür sind in vollem Gange. ABO Wind hat einen Windmessmast im Wald errichtet, und es laufen Untersuchungen und andere Arbeiten zu Erlangung der nötigen Baugenehmigungen. Bis zum 20. August befand sich der Teilflächennutzungsplan "Windenergie" in der ersten Offenlegung und konnten sich u.a. Bürger schriftlich zu den Planungen äußern. Nach der Sichtung erhaltener Stellungnahmen erfolgt die zweite Offenlegung. Das wird vermutlich im Herbst passieren.

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Kleve

Im vergangenen Sommer hat die Stadt Kleve ihren neuen Flächennutzungsplan offengelegt. In ihm waren drei insgesamt 200 ha große Konzentrationszonen für den Bau von Windkraftanlagen vorgesehen. Zwei davon mit einem Umfang von insgesamt rund 180 ha liegen Mitten im Reichswald. Das größte Gebiet (P1) misst 140 ha. Das zweite (P2, entlang der Gemeindegrenzen mit Goch und Bedburg-Hau) ist 40 ha groß. Die genannten Windkraftkonzentrationszonen wurden erst nach der ersten Offenlegung in den Flächennutzungsplan aufgenommen. Inzwischen hat sich die Klever Poltik fast geschlossen gegen die Ausweisung von Windkraft-Konzentrationszonen im Reichswald ausgesprochen. Aktuell befindet sich der neue Flächennutzungsplan in der Schwebe. 

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Schaden

Wir sind Befürworter erneuerbarer Energien. An Waldstandorten allerdings halten wir die Ökobilanz für negativ. Ganz besonders gilt dies für den Bau und Betrieb von Windkraftanlagen im Reichswald. Es handelt sich um das größte zusammenhängende Waldgebiet im Norden von NRW. Es liegt inmitten geschützter Natura 2000 Gebiete. Die Bedeutung des Biotop-Verbundsystems wird auf Landesebene als besonders bis herausragend eingestuft. Zudem stellt der Reichswald eine wichtige Verbindung zu Waldgebieten im auf niederländischer Seite verlaufenden Ketelwald dar. Eine Fragmentation durch großflächige Rodungen, die Baumaßnahme an sich, sowie der Betrieb von Windkraftanlagen mit Lärm, Erschütterungen des Bodens, sowie dem Risiko von Bränden und Öllecks formen eine große Gefahr für die Natur. Auch der Erholungswert würde unter einer Industrialisierung eines Teils des Reichswalds stark leiden. Dasselbe gilt für die Attraktivität des Gebietes für Touristen und Tagesausflügler sowie den besonderen kulturhistorischen Wert des Waldes mit seinen Moränen und anderen eiszeitlichen Strukuren.

 

Gegenwind im Reichswald e.V.

Wir sind besorgte Bewohner verschiedener Gemeinden und Städte an beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze. Die Bürgerinitiative "Gegenwind im Reichswald" haben wir Ende 2012 gegründet. Anlass waren die Windkraftplanungen der Gemeinde Kanenburg. Sowohl der heutige hohe Wert des Reichswald als auch der Schaden bei einer Realisierung der Windkraftpläne sind grenzüberschreitend. Deshalb sind wir sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden aktiv.

 

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